Zur Erinnerung an die aus Darmstadt deportierten Juden und Sinti 1942/1943

Die jährliche Gedenkveranstaltung am Güterbahnhof Darmstadt findet immer am letzten Sonntag im September statt. Sie widmet sich u.a. den Biografien von Menschen, die als Jüd*innen und Sinti*ze Opfer des nationalsozialistischen Terrors wurden. Gestaltet wird sie in diesem Jahr von Studierenden und Schüler*innen in Zusammenarbeit mit der Darmstädter Geschichtswerkstatt.

Maria Strauss
Daniel Neumann
Hannah G.

Jessica P.

Roxana M.


Fotos: Ulrike Landzettel, Rainer Lind


Merle M. über Familie Rose
Anton und Lisetta Rose waren vor der Machtergreifung angesehene Bürgerinnen und Bürger Darmstadts; sie waren katholisch religiös, hatten ihren festen Freundeskreis und betrieben bis 1937 im Kreis Darmstadt ein Wanderkino. „Wir hatten ein gutes Familienleben, ein gutes Einkommen und alles war gesichert“, so erinnert sich ihr Sohn Vinzenz.
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Lucia C., Volker D. über Familie Adam
„Und eines Morgens, ich hatte wie immer meine Tasche unterm Arm und wollte zur Arbeit gehen, kam die Polizei, und der Herr Jost fragte mich: ‚Ei, Fräulein Adam, wo wollt ihr dann hin?‘, und ich sagte: ‚Ich hab jetzt keine Zeit, ich muss schaffen gehen.‘ Da sagte er: ‚Ihr braucht jetzt nicht mehr zu arbeiten, da, wo ihr jetzt hinkommt, da werdet ihr angesiedelt.‘ Und das war alles, was die Kriminalpolizei gesagt hat. Das war alles, was wir zu hören bekamen. Und am Ende haben wir vor Auschwitz gestanden, da, vor dem Tor.“
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